Donnerstag, 7. September 2017

Sei eine Person und respektiere die anderen als Personen

Irgendwo zwischen Hegels Sittlichkeit – und Pepreste vom Spiegel Kratzen,
wühl ich gelangweilt und verzweifelt im ewiggleichen Schwachsinn –
und weil ich sonst nur übers Saufen oder Rumhuren schreibe,
fällt mir grad nichts rechtes ein:
Viel zu sehr durchs Dasein bestimmt, um wirklich freier Geist zu sein.

Häng' verkatert auf der Bühne rum, stammle kreidebleich ins Mikrophon;
Lieg in Spanien am Strand, starre stumpf die Wellen an;
Kleb' verwirrt im Redaktionsraum fest, hacke lustlos auf die Tasten.

Bin trotz allem dankbar für das halbe Dutzend Irrer,
das nach allem diesen Quatsch hier sonntagmorgens liest –
halbtot im verqualmten Zimmer wesend,  leere Wodkaflaschen überall,
und sich denkt: ,,Danke, denn so denk ich auch.''

Beizeiten blinde Panik, dass mich mein Feierschaden doch noch drankriegt:
Die Magenschleimhaut löst sich ab, die Lunge dröhnt und pfeift.
Der Vollmond sticht mir in den Kopf – die Straßen voller Laub.

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