Freitag, 14. Februar 2014

Ach übrigens

Gestern Nacht ging ich nach Hause
und blieb kurz stehen
um den Nachthimmel zu betrachten
der Vollmond
und die sich darum türmenden Zuckerwattewolken
waren so schön, dass ich keine Worte dafür fand
und ich wollte dir sagen
dass du vielleicht heute Nacht auch einmal nach oben schaust
doch heute hängt dort kein heller Mond mehr
und alles ist überzogen von schwarzem Grau
und genau das meine ich
wenn ich sage
genieß es, so lange es wirkt

Freiheit

Ich vermisse dich nicht länger
habe einfach von heute auf morgen
aufgehört dich zu lieben 
die Macht die ich über dich hatte
und über dich habe
ist eine witzlose
machtlose Macht
ich will dich nicht mal mehr ficken

Der Himmel ist hellblau
und der warme Sonnenschein
treibt mir den Schweiß auf die Stirn
und ich denke mir
wenn das die Freiheit sein soll
dann war die Abhängigkeit auch nicht schlecht.

Im März kommt dann der Schnee

Meine Gesichtshaut spannt sich
und das Gefühl zieht mich nach unten.
Ich fühle mich wie ein Blatt Papier, das man zerknüllt,
bevor man es in den Papierkorb wirft.
In meinen Augenwinkeln falsche Rührseligkeitstränen,
induziert durch drogenverschuldeten Weltschmerz.

Ich glaube, es gibt definitiv bessere Ausgangssituationen
um einen viel zu warmen Februarnachmittag,
eines viel zu warmen Winters,
der in Wahrheit ein Frühling ist
zu verbringen, als eingequetscht zwischen lärmenden
und stinkenden Fleischbeuteln,
in einem überfüllten Linienbus,
der mit quälend langsamer Geschwindigkeit
durch die ehemalige Hauptstadt rollt.