Mittwoch, 30. Dezember 2015

Holodomor

Vor dem Fenster Mittwochabend;
ich, über der Kloschüssel –
mir die Seele aus dem Leib kotzend.

Weiter in den Klauen dieser Kleinstadt hängend;
die Axt im Kopf pulsiert;
das Hirn läuft butterweich zur Nase raus.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu –
hab's weder hoch noch weg geschafft;
die Ketten wiegen schwer.

Und irgendwie ist immer Nacht,
der Alltag bloß Erinnerung –
seit Wochen keinen Traum gehabt.

Bin ich wirklich wach?

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